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Dorothea Bär & die faulen Koreaner

Gerade hat Dorothea Bär, ihres Zeichens Ministerin für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie  CSU-Abgeordnete, auf der Herbstkonferenz der deutschen Breitbandinitiative eine Erklärung für das grottige Internet in Deutschland geliefert:

Qualität braucht Zeit > Deutschland ist das beste Land > Deutschland braucht Zeit

Na dann Prost. Heise berichtete wie folgt:

„Wir bauen für die Ewigkeit“, so Bär. Das erfolge „sehr tief“ sowie „erdbeben- und tsunamisicher“ und stehe in keinem Vergleich etwa mit Südkorea, wo von Haustür zu Haustür und Fenster zu Fenster rasch Leitungen verlegt würden.

Ich habe Rückfragen:

  • Gegen welche Tsunamis gedenkt Frau Bär sich verteidigen zu müssen?
  • Warum ist die Integrität von Glasfaserleitungen wichtiger als die Integrität von Atomkraftwerken vis-a-vis Erdbeben?
  • WOHER UM ALLES IN DER WELT NIMMT SICH DIESE IDIOTIN DAS RECHT, DINGE ZU ERFINDEN UM DIE INKOMPETENZ IHRES MINISTERIUMS ZU RECHTFERTIGEN?
  • Belege? Quellen? Recherchen? Nicht? Hm.

Selbst wenn es stimmen sollte und in Südkorea eventuell mit der heißen Nadel gestrickt wird, dann trifft das wenn überhaupt für die Hausanschlüsse und nicht für die Backbones zu. Und selbst da hängt Deutschland noch hinterher.

Ein kleines Schmankerl zum Ende: In Deutschland liegt die Zahl der über Glasfaser angebundenen Wohnungen bei 0,3% wohingegen Südkorea 70% vorzuweisen hat. Aber da wird ja auch mit der heißen Nadel gestrickt.

Faschistin.